Ohne Nebenwirkungen #23 - Neurodermitis
Shownotes
3 bis 6 Prozent unserer Bevölkerung lebt mit Neurodermitis. Ein Großteil davon sind Kinder. Die beiden Apothekerinnen Elisabeth Grimm und Stefanie Wallner klären darüber auf, welche Symptome bei Neurodermitis auftreten, was die auftretenden Merkmale verstärkt, aber auch wie Betroffene besser mit der Hauterkrankung leben können.
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Antenne Steiermark - Meine Hits. Meine Steiermark.
Transkript anzeigen
00:00:00: Zwischen drei und sechs Prozent der Menschen in der Steiermark leben mit Neurodermitis.
00:00:05: Kinder sind zu einem größeren Teil betroffen als Erwachsene.
00:00:09: Was die Hautkrankheit mit sich bringt und welche Hilfe es für Betroffene gibt, darüber reden wir in unserer aktuellen Podcastfolge.
00:00:16: Ohne
00:00:16: Nebenwirkungen, der steirische Apotheken-Podcast
00:00:20: auf Antenne Steiermark.
00:00:21: Ich bin Roland Schmidt und bei mir zu Gast ist Apothekerin Elisabeth Grimm.
00:00:25: Hallo.
00:00:26: Hallo Roland.
00:00:27: Und Apothekerin Stephanie Wallner.
00:00:29: Danke, dass ich da sein darf.
00:00:31: Sehr, sehr gerne.
00:00:32: Elisabeth, fahren wir mit dir an.
00:00:34: Was ist Neurotomietis eigentlich genauer?
00:00:36: Also die Neurodermitis ist eine schubartig wiederkehrende, nicht ansteckende Hauterkrankung und die bezeichnet sich speziell aus durch Entzündungen der Haut mit nässenden Eczemen und sehr, sehr starken Juckreiz.
00:00:48: Die Krankheit tritt meist schon im Sorgungsalter auf und die kann sich dann im späteren Leben auch weiter zu einer Allergie oder einem Asthma weitentwickeln.
00:00:54: Glücklicherweise bei siebzig Prozent der Patienten kommt es im Erwachsenenalter aber zu einer spontanen Besserung oder zur vollständigen Abheilung.
00:01:01: Im Sorgungsalter sind dabei häufig der Kopf an die Extremitäten betroffen.
00:01:05: Je älter man wird, desto eher geht es dann in die Beugefaltender Haut.
00:01:08: Bei den Erwachsenen können auch speziell die Augenlieder und der Hals betroffen sein.
00:01:13: Im Sorgungsalter kann der Milchschorf schon ein Anzeichen für Neurodermitis sein.
00:01:18: Aber es wird vieles leider als Milchschorf verzeichnet, was aber keiner ist.
00:01:22: Man muss unterscheiden, da gibt es einen harmlosen Kopf.
00:01:24: Nein, das sind einfach nur so normale Schubbungen auf der Kopfhaut.
00:01:28: Der Milchschorf, das sind wirklich unter diesen Schubbungen.
00:01:30: Schubmachrote entzündete Stellen.
00:01:32: Der Name Neurodermitis ist eigentlich irreführend, weil Neuro kommt von Nerven und der Mitte ist eine Entzündung der Haut.
00:01:38: Und deswegen in der Medizin spricht man dann eher von dem Begriff atopischen Exem oder atopische Thermatitis.
00:01:44: Also wenn es sich ein Arzt sagt, das bezeichnet alles dasselbe.
00:01:47: Und Atopie kommt aus dem Griechischen und das heißt kommt von Atopus und das bedeutet am falschen Ort.
00:01:52: Bei den Neurodermitis gehört zu den Erkrankungen des atopischen Formengreises, wie man so schön sagt.
00:01:57: Und dazu zählen die Neurodermitis, das allergische Asthma, Ernahrungsmittelallergie, die allergische Bindehautentzündung und auch der allergische Schnupfen, also auch Heuchschnupfen.
00:02:06: Und Atopie heißt eben, dass der Körper auf harmlose Substanzen mit einer überschließenden Immunreaktion antwortet, also wie tränende und jugende Augen erinnende Nase, aber auch Hautreaktionen wie Ausschläge, Quaddeln und Bläschen.
00:02:18: Stephanie, welche Rolle spielt die genetische Veranlagung bei der Entstehung von Neuradermittis?
00:02:23: Die genetische Veranlagung spielt eine sehr große Rolle bei den Neurodermitis.
00:02:28: Also wenn eines oder beide Elternteile eine oder mehrere dieser atopischen Erkrankungen haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon recht hoch, dass das Kind auch eine dieser Erkrankungen bekommt.
00:02:39: Es muss auch nicht unbedingt sein, dass das die gleiche Erkrankung ist wie die Eltern haben, sondern es kann auch durchaus sein, dass zum Beispiel die Eltern beide eine Allergie haben, also so ein Heuschnupfen, und das Kind bekommt dann Neurodermitis, ist auch durchaus möglich.
00:02:51: Und wenn jetzt beide Eltern ... Allergiker Sinn ist, also wenn man von beiden Seiten sozusagen die Vorbelastung hat, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich noch größer, dass das Kind das dann auch bekommt.
00:03:01: Das heißt aber nicht nur, weil die Veranlagung da ist, dass das dann fix ist, dass das Kind das bekommt, sondern es ist meistens so, dass die Kinder zu einer gewissen Überempfindlichkeit neigen und damit das dann wirklich ausbricht, braucht es meistens sogenannte Trigger.
00:03:14: Das können verschiedene Dinge sein, zum Beispiel eine Veränderung vom Hautmikrobiom, auch zum Beispiel durch übertriebene Hygiene, da gibt es die sogenannte Hygienehypothese, wo man wirklich sagt, dass diese Krankheiten gerade in den Industrieländern, wo wir ja mit der Hygiene doch sehr weit fortgeschritten sind, seit es immer besser wird, dass diese Erkrankungen doch immer mehr zunehmen, dass das schon einen gewissen Einfluss eben hat.
00:03:36: Dann immunologische Einflüsse wie ein Infekt, Fieber, wenn die Kinder zahnen oder aber auch Impfungen.
00:03:42: Hormonelle Einflüsse wie die Pubertät, das spielt auf jeden Fall eine ganz, ganz große Rolle.
00:03:46: Auch Umweltfaktoren, verschiedene Reizstoffe des Klima oder auch allergene, die wir in unserer Umwelt halt so haben.
00:03:52: Und vor allem ganz, ganz wichtig auch emotionale Faktoren, Aufregung sowohl in positiven als auch im negativen Sinne, also Stress.
00:04:00: Prüfungssituationen, aber auch wenn man sich auf was extrem freut, gerade bei kleinen Kindern, dass sie oft noch super schön kennen, kann es trotzdem sein, dass das auch ein Trigger ist für den Neurademitis.
00:04:11: Neurademitis spielt sich, wie wir jetzt wissen, auf unserer Haut ab.
00:04:15: Schauen wir uns einmal die Haut genauer an.
00:04:17: Wie ist die eigentlich aufgebaut, Elisabeth?
00:04:20: Also unsere Haut besteht im Wesentlichen aus drei Schichten, und zwar der Unterhaut, der Lederhaut und der Epidermis, und das ist die sogenannte Oberhaut.
00:04:26: Und in unserem Fall interessiert uns die Epidermis eben am meisten.
00:04:30: und die erneuert sich in einem Zyklus von dreißig Tagen.
00:04:33: Damit man sich das bildlich vorstellen kann, stellen wir uns die Haut am besten wie eine Ziegelmauer vor.
00:04:38: Die Zellen der Haut sind unsere Ziegel und dazwischen befindet sich der Mörtel.
00:04:41: Das ist die Kitsubstanz.
00:04:43: Die Kitsubstanz steht aus Libiden, also Fetten und Ceramiden.
00:04:47: Das sind unsere Haut eigene Baustoffe.
00:04:49: Die Ziegelmauer ist sehr, sehr wichtig für uns, weil die Haut hat unterschiedliche Aufgaben.
00:04:54: Ein paar davon sind z.B.
00:04:55: eine Barrierefunktion.
00:04:56: Das ist die grundlegendste Aufgabe, die die Haut hat.
00:04:59: Die Haut schützt den ganzen Körper und zwar vor Verletzungen, von Keimen und Schadstoffen und auch wichtig vor der UV-Strahlung.
00:05:06: Dann hat aber die Haut nicht nur eine Schutzfunktion, sondern sie versorgt uns auch gut, was in aller Munde ist.
00:05:11: Die Vitamin D-Synthese ist wichtig, die findet in der Haut statt und die Haut speichert auch Wasser und verschiedene Nährstoffe.
00:05:17: Wir haben auch die Immunabwehr in der Haut, also eben nicht nur durch diese Barrierefunktion, sondern wir haben auch Immunzellen, die in der Haut drinnen sind und wir haben ein Haut eigenes Mikrobiom, also eben eigene Bakterien, die auf der Haut wohnen, die gut sind und eben auch andere Bakterien und Krankheitskeime abtöten können.
00:05:34: Und die Haut ist natürlich ein sinnes Organ.
00:05:35: Wir können damit vieles erfüllen.
00:05:37: Wir können Druck, Schmerz und Temperatur erfüllen.
00:05:41: Stephanie, warum ist es jetzt wichtig, dass sich Betroffene auch mit dem Aufbau ihrer eigenen Haut auseinandersetzen?
00:05:48: Und ich glaube, du kannst jetzt auch aus Erfahrung sprechen, weil du auch selbst Betroffene bist.
00:05:52: Genau.
00:05:53: Dieser Aufbau der Haut ist ganz, ganz wichtig.
00:05:57: Zum einen, damit man weiß, was meine Haut braucht und was fehlt ja jetzt im Moment.
00:06:03: Das ist ganz wichtig, das verändert sich über die Zeit.
00:06:05: Man merkt das vor allem auch im Verlauf der Jahreszeiten zum Beispiel, dass man im Sommer vielleicht ein bisschen weniger fettreiche Pflege braucht und im Winter dann ein bisschen mehr, weil sie einfach noch trockener werden.
00:06:16: Die hat dadurch noch mehr Fett und Feuchtigkeit verliert.
00:06:19: Also einfach, um sich selbst ein bisschen einstellen zu können.
00:06:23: was braucht meine Haut jetzt?
00:06:24: und nicht jedes Mal zum Hautarzt gehen zu müssen, wenn sich ein bisschen was verändert.
00:06:28: Was bei der Neurodermitis auch ist, da ist eben diese Ziegelmauer, wie man sie so schön beschrieben haben, die wird bröckelig.
00:06:32: Das heißt, eben diese Kitzubstanz, die wir dazwischen haben, die fehlt uns ein bisschen und dadurch können aller Gene Schadstoffe, Viren, Bakterien, Pilze leicht in die Haut eindringen und dort Entzündungen auslösen.
00:06:44: Dieses Hautmikrobion, was die Elisabeth schon erwähnt hat, diese natürliche Bakterienflora, die wir haben, Die macht einen Schutz und auch wenn die ins Ungleichgewicht kommt, kann das wieder zu einer Entzündung in der Haut führen.
00:06:55: Das Hauptproblem bei den Orademittels ist eben diese Entzündung, die da entsteht, wodurch dann der Juckreiz und die Eczeme entstehen.
00:07:01: Was dann auch noch auf der Haut ist, wir haben einen leicht sauren BH-Wert, das heißt es ist auch wichtig jetzt noch einmal bei der Pflege, bzw.
00:07:10: bei der Reinigung.
00:07:11: Man sollte deshalb keine Basenbäder zum Beispiel machen, wenn er damit ist, weil man dadurch den BH-Wert der Haut wieder ins Ungleichgewicht bringen kann und somit wieder dafür sorgen kann, dass man einfach da eher zu einem neuen Schub neigt.
00:07:22: Basenbäder sind jetzt was?
00:07:24: Basenbeter gibt nur Basenpulver in einem ganz normalen Badewasser und entweder kann man das nur für verschiedene Körperteile einzeln machen oder man legt sich alles wirklich in einen Vorbau, das ist ja ganz rein, ist für viele Dinge super, also in der Mitte kann nicht so gut geeignet.
00:07:38: Zum BH-Welt noch ganz kurz, wirklich die ganz kleinen Babys, die haben noch einen leicht Basischen.
00:07:43: Bei Haarwert der Haut und deswegen ist die Haut anfälliger für Infektionen.
00:07:47: Das ist auch bei der Behandlung der Neuromite dann ganz wichtig, dass man da eben unterscheidet, ist das jetzt ein Baby oder das ist ein Erwachsener, der wirklich davon betroffen ist, da muss man wirklich einen Unterschied machen.
00:07:56: Weil ihr ja schon die Pflege angesprochen habt, die Pflege der Haut, wie wichtig ist da, dass man die Haut regelmäßig pflegt und auch natürlich richtig pflegt.
00:08:05: Das ist sehr, sehr wichtig.
00:08:07: Man neigt ja oft dazu bei vielen Erkrankungen, wenn es mir besser geht, dann höre ich wieder auf mit der Therapie, weil ich brauche sie dann nicht, mir geht es ja besser.
00:08:16: Und gerade bei der Neurodermitis ist das wirklich ganz, ganz essentiell, dass man auch in schubfreien Phasen, also man unterscheidet prinzipiell zwischen einer schubfreien Phase, wo die Haut dann eher trocken ist und man aber keine akuten Entzündungen und Exzemen hat oder eben einem Schub und im Schub kommen wirklich diese Ausschläge, wie man sie wahrscheinlich kennt.
00:08:35: raus, wo es extrem juckt und offene Stellen entstehen und so.
00:08:40: Es ist ganz wichtig, dass man auch in schubfreien Phasen eine super Basispflege hat.
00:08:45: Das dauert am Anfang, bis man für sich das Richtige findet.
00:08:48: Da muss man auch viel ausprobieren.
00:08:49: Das heißt, immer am besten einen kleinen Körper stellen.
00:08:51: Mal schauen, vertrage ich das oder nicht, weil das mit der Allergie dann oft zusammenhängt.
00:08:55: Auch wenn das eine Salve ist, die speziell für Neurodemitis entwickelt worden ist, heißt das nicht automatisch, dass jeder Neurodemitiker das auch verträgt, sondern da muss man wirklich viel ausprobieren.
00:09:04: probieren.
00:09:04: Es gibt Gott sei Dank mittlerweile sehr, sehr viele verschiedene Produkte am Markt und wir haben auch in den Apotheken ganz oft proben dafür, damit man das eben durchprobieren kann, weil oft ist es tatsächlich so, dass wenn man das ein, zwei Mal schon merkt, na das ist nicht für mich, das taugt man einfach nicht, das merkt man relativ schnell, man ist ja alles nach der Mitte auch sehr sensibel, auch bei Stoffen oder so, man merkt das relativ schnell, ob einem das gut tut oder nicht.
00:09:28: Und deswegen ist es ganz wichtig, dass man da die richtige Basispflüge für sich findet und diese aber eben auch immer wieder anpasst, wenn man merkt, okay, jetzt braucht die Haut mehr Fett oder weniger Fett oder wie auch immer, dass man da einfach auf sich selber hört und ganz viel ausprobiert.
00:09:44: Aber wenn man mal was gefunden hat, was gut funktioniert, dann nicht mehr zu viel herumprobieren, sondern wirklich never change a running system.
00:09:50: dann bei dem bleiben, was gut tut, damit man nicht die Hautbarriere wieder irgendwie durcheinander bringt und dann wieder lang braucht, bis man wieder bei dem Status ist, dass es einem eigentlich ganz gut geht mit der Haut.
00:10:00: Man liest immer wieder davon, dass man trockene Haut ja auch erziehen kann und dass man die Haut ja nicht an zu viel Pflege von außen gewöhnen soll, weil sich die Haut sonst nicht mehr selbst versorgt.
00:10:10: Was ist da dran?
00:10:11: Das ist in dem Sinn nicht richtig.
00:10:13: Da gibt es mittlerweile Studien, die das widerlegen.
00:10:16: Gerade bei einer oder Mitte kann ich es so, dass diese Pflege einfach wirklich gebraucht wird.
00:10:20: Das ist notwendig.
00:10:21: Die Haut kann das nicht selbst.
00:10:22: Sie schafft das auch nicht, wenn man sie erziehen möchte.
00:10:25: Und also deswegen ist es einfach ganz wichtig, dass man diese dauerhafte Routine in der Basispflege wirklich beibehält von Reinigung über Pflegecreme, dass man da einfach das wirklich immer gut durchzieht.
00:10:36: Okay.
00:10:37: Elisabeth, schauen wir uns einmal die Symptome von Neurodamitis genauer an.
00:10:41: Wie sieht hier der Krankheitsverlauf aus?
00:10:43: Ja, eben wie Stefanie schon gesagt hat, es gibt zwei unterschiedliche Phasen und es gibt diese schubfreie Phase, wie sie so schön gesagt hat und da glaubt man dann eben oft, die Neurodermitis ist jetzt nicht da und deswegen muss ich mich nicht drum kümmern.
00:10:54: Aber die Trockenheit der Haut ist an sich schon ein Symptom der Neurodermitis.
00:10:59: Also wenn die Haut trocken ist, wenn sie spannend ist, sie braucht halt immer durchgehend diese Pflege und selbst dann ist die Neurodermitis auch.
00:11:05: da und nicht weg, nur weil sie halt keinen akuten Schub hat.
00:11:09: Und wenn man dann diese akute Phase hat, ist eben das Problem mit diesen nessenden Eczemen und man hat einen sehr, sehr starken Juckreiz und das ist eigentlich das Leitzhymptom, der Neurodermit ist und kann auch die Ärzte dann feststellen, also ist dieser extrem quälende, starke Juckreiz, den man da hat.
00:11:24: Und der wird vor allem in der Nacht schlimmer.
00:11:27: Einerseits, weil man sich zudeckt, weil man Wärme hat und durch Wärme verschlimmert sich der Juckreiz.
00:11:31: und außerdem ist das Problem, untertags ist man vielleicht auch eher abgelenkt.
00:11:35: hat man andere Sachen im Kopf, da denkt man nicht dran.
00:11:37: Und wenn man danach dann im Bett liegt und dann die Gedanken kreisen und dann auf einmal merkt man, es juckt überall und das ist dann besonders schlimm.
00:11:44: Und dadurch können eben auch Schlafstörungen entstehen, also dass man dann nachts wirklich nicht gut durchschlafen kann und das führt dann in Folge auch zu Konzentrationsstörungen.
00:11:53: Und besonders bei Kindern ist das dann schlimm, weil dann können sie sich in der Schule nicht mehr konzentrieren, dann werden sie schlechter in der Schule und durch diesen Stress wird dann die Neurotemitis auch wieder verschlimmert.
00:12:03: Auch für Eltern von betroffenen Kindern ist es oft schwierig, weil die haben dann auch eine Ausfälle in der Arbeit.
00:12:08: Wenn sie sagen, ich muss schon wieder mit meinem Kind zum Arzt gehen, was eine Neurodermitis-Schub hat.
00:12:12: Und die Kinder fallen in der Schule aus, wenn der Schub wirklich besonders schlimm ist.
00:12:16: Und dadurch hat man dann auch wieder einen gewissen Teufelskreis, dass man einfach die Psyche dann eine große Rolle spielt und der Schub dann sich immer verschlimmert.
00:12:24: Und die Erkrankung ist eben deswegen auch sehr psychisch belastend, weil einerseits durch den starken Juckreiz, dem einfach das ist so schwieriger Juckreiz auszublenden und auch die Kinder oder Erwachsene, die schämen sich auch wegen der Eczeme, weil nicht jeder weiß, dass das einfach eine Entzündung der Haut ist, die quasi von selber kommt oder durch irgendwelche äußerlichen Einflüsse ausgelöst wird und nicht ansteckend ist.
00:12:45: Das ist nämlich immer auf die Frage, ja, kann ich dem jetzt die Hand geben, wenn er der Eczeme hat, stecke ich mich da ja eh nicht an.
00:12:52: Und deswegen ist das auch zusätzlich eben nicht nur zu den körperlichen Symptomen, auch auf psychische Belastung.
00:12:57: Und gerade deswegen ist es so wichtig, dass man gleich bei den ersten Anzeichen einer akuten Phase handelt, damit das nicht noch schlimmer wird.
00:13:06: Ja, die Meinung dazu hat sich in den letzten Jahren geändert.
00:13:09: Ein kurzes Bad mit milden Reinigungssubstanzen, ganz wichtig ohne Duftstoffe, ohne Farbstoffe oder auch ein Ölbad, das ist sogar vorteilhaft für die Neurodemitis und kann gut tun, ist weniger Hautschäddingen, als wenn man sich jetzt mit einem Waschlappen abrubbelt zum Beispiel.
00:13:25: Auch in der Akutphase ist es wichtig, dass man wirklich sich regelmäßig reinigt, damit man die Haut von Keimen befreit und jetzt eine Infektion verhindern kann.
00:13:34: Was wichtig ist, dass das Wasser nicht zu heiß ist, also dass man sich nicht komplett in eine heiße Badewanne legt, sondern eben eher bei Kühllauwarmes Wasser, sag ich mal, weil sich die Haut erstens nicht so stark austrocknet und zweitens auch... diese extreme Hitze wieder den Juckreiz befeuern könnte.
00:13:52: Nach der Reinigung ist ganz wichtig, dass man die Haut nur abtupft und nicht so stark drüberrubbelt, damit man nicht die Barriere wieder zerstört und dass man möglichst schnell danach die Haut einkrimpt, um die Feuchtigkeit, die man von Baden oder Duschen noch auf der Haut hat, mit einzuschließt.
00:14:07: Es gibt die sogenannte drei Minuten Regel, dass man möglichst innerhalb von drei Minuten, nachdem man aus der Dusche oder aus der Badewanne rauskommt, sich dann eben einschmieren sollte.
00:14:15: Die Wahl der Handtücher spielt da auch eine Rolle, oder?
00:14:17: Genau,
00:14:18: da kann ich aus persönlicher Erfahrung berichten, dass da zum Beispiel ein Mikrofaserhandtuch ganz angenehm ist, weil es einfach von der Struktur her viel weicher ist und man sich damit die Haut nicht so aufräubt mit einem Raunhandtuch zum Beispiel.
00:14:31: Okay, auch auf die richtige Kleidung sollte geachtet werden, oder?
00:14:35: Genau.
00:14:36: Als Narodermittiger sollte man tatsächlich darauf achten, was man anzieht.
00:14:41: Und zwar das nicht aus modischen Gründen, sondern einfach, dass man die Wahl des richtigen Textils berücksichtigt und zwar da sind gut geeignete Baumwolle, Seide, Leinen und Viskose.
00:14:52: Und es gibt sogar spezielle Neurotamitis-Textilien, die es auf Silberbasis mit eingewebten Silberfäden, die eine antiseptische Wirkung haben, dass sich eben keine Infektion auf der Haut bilden kann.
00:15:02: Weniger geeignet ist die Schafwolle und unterschiedliche synthetische Stoffe wie Polyester oder Elastan, obwohl eine Mischung aus Baumwolle mit einem leichten Elastan.
00:15:11: Gehalts dann doch angenehm auch ist für Neurodemitika, weil das ist einfach, fühlt sich weicher auf der Haut an und es reibt nicht so.
00:15:18: Auch sollte die Kleidung eher locker anliegen und nicht so eng sein, damit man nicht so viel schwitzt.
00:15:23: Und ein ganz guter Tipp ist, man sollte die Etiketten aus der Kleidung entfernen, weil wir kennen das alle selber.
00:15:28: Uns stört schon ein Etikett, wenn es irgendwo kratzt oder reibt und dann kann man sich gar nicht vorstellen, was das für Neurodermitiker ist, dessen Hautbarriere sowieso schon geschädigt ist, wenn dazusätzlich dann noch was die ganze Zeit auf der Haut kratzt und die Haut irritiert.
00:15:40: Oh ja, das kann sehr unangenehm sein.
00:15:42: Gewisse Waschmittel können auch zu Ausschlag- und Yukreiz führen, worauf es da zu achten.
00:15:47: Also auch beim Waschmittel sollte man darauf achten, dass möglichst keine Duftstoffe enthalten sind und dass man die Wäsche nach dem Waschengut durchspülen.
00:15:54: Und da hat die Stefanie ein super Tipp mir gegeben, es gibt nach jenem Waschgang diese Funktion extra spülen, damit man noch einmal die Wäsche durchspült, damit wirklich gar keine Waschmittelreste mehr da sind.
00:16:05: Und was tatsächlich auch wirklich gut hilft, ist ein Weichspüler, die können wirklich hilfreich sein, weil sie die Stoffe eben kletten und dadurch sind sie einfach weichern angenehmer auf der Haut.
00:16:14: Und auch da sollte man aber schauen, dass man zu unbaffemierten Produkten greift.
00:16:19: Was man sonst noch als Tipp geben kann, wenn man am Bichama anhaut oder unterwäsche, wenn man wirklich einen akuten Schubrad hat, dann sollte man, wie man so schön sagt, auf links drehen, dass man die Nähte nach außen trägt, weil dann hat man einfach die weiche Seite der Kleidung auf der Haut direkt und diese kratzenden und störenden Nähte hat man außen.
00:16:36: Sollte man vielleicht eher beim Bichama oder bei Unterwäsche machen, wo man es nicht ganz so sieht, weil ich denke, weil man als Kind dann vielleicht schon mit den Exzemen zu kämpfen hat und dann geht man in den Kindergarten oder in die Schule und hat dann das Gewandverkehr darum an, dann könnte es wieder vielleicht... psychischen Stress etwas verschlimmern.
00:16:51: Da würde ich jetzt noch gerne einen Zusatz-Tipp für die Wäsche geben.
00:16:54: Und zwar, wenn man die Wäsche gewaschen hat und sie extra gespült hat, dass man sie dann noch, wenn man einen hat, kurz in den Trockner gibt und ein paar Minuten antrocknen lässt, weil sie dann insgesamt einfach weicher wird als wenn man es nur direkt aufhängt und so in der Luft trocknen lässt.
00:17:08: Ah, okay.
00:17:09: Super-Tipps, die ihr da habt.
00:17:12: Zum Thema Creme, wann schmiert man welche Creme?
00:17:15: Es gilt das Prinzip feucht auf feucht und fett auf trocken.
00:17:19: Das heißt, in einem akuten Schub, wenn man akuter Ness in der Eckzähme hat, verwendet man eher leichte kühlende Cremes und wasserreiche Lotionen oder auch Umschläge.
00:17:29: Lösungen und Gehle haben einen eher austrockneten und kühlenden Effekt, weil die nach dem Auftragen dann verdunsten.
00:17:35: Und die Kühle ist immer angenehm beim Juckreiz, der ja in der akuten Phase eine sehr, sehr große Rolle spielt.
00:17:41: Wenn wir jetzt die trockene, chronische Phase anschauen, dann verwendet man eher reichhaltige Cremes und Lotionen, die auch einen einschließenden Effekt haben, damit die Feuchtigkeit in der Haut gebunden werden kann.
00:17:52: Noch damit das Haut braucht eben nicht nur Fett, sondern auch ganz viel Feuchtigkeit.
00:17:56: Gibt es eine richtige Pflegecreme?
00:17:58: Die ist für jeden etwas anders, aber es gibt so drei Basics, die eigentlich jeder Haushalt mit einem Neurudermittelspatienten zu Hause haben sollte.
00:18:07: Das ist als erstes eine wasserreiche Lotion, Milch oder Creme bei akuter Entzündung.
00:18:12: Die werden von den Herstellern auch als O-W-Emulsion bezeichnet, also Öl in Wasser.
00:18:17: Das heißt, der größere Anteil ist eben das Wasser.
00:18:20: Dann das Zweite ist eine gut verstreichbare Creme oder Lotion für den ganzen Körper nach dem Baden oder Duschen.
00:18:26: Diese klassische Basispflege, von der wir vorhin schon gesprochen haben.
00:18:29: Und das Dritte wäre eine reichhaltige Creme für Problemstellen und bei stark beanspruchter Trockenerhaut.
00:18:34: Insgesamt ist bei Cremes darauf zu achten, dass man möglichst wenig Inhaltsstoffe drinnen hat.
00:18:40: Wenn möglich, sollten sie auch hypoallergen sein.
00:18:43: Was heißt das?
00:18:44: Dass man möglichst keine Allergenen drinnen hat.
00:18:46: Also eben vor allem keine Duftstoffe, keine Parfers, keine Farbstoffe, nix in diese Richtung.
00:18:52: Die Cremes sollten möglichst steril sein, damit man die Keimbelastung der Haut reduziert.
00:18:58: In der Apotheke gibt es dann auch so spezielle Produkte mit eigenen Verpackungen, die als steril wirklich gekennzeichnet.
00:19:04: sind, die enthalten vor allem auch keine Konservierungsmittel, die wieder für die Neurodemitiker belastend sein können und eventuell sogar einen Schub auslösen können.
00:19:12: Und es sind aber so speziell verbackt, dass man kein Konservierungsmittel braucht, weil die Keime sowieso nicht in die Verbackung reinkönnen.
00:19:18: Deswegen ist auch ganz wichtig, wenn man dazu natürlich oft neigt, man will ja das ganze Produkt dann verbrauchen und verwenden.
00:19:25: Wenn man jetzt aber solche Sterilenverpackungen hat und die dann aufschneidet zum Schluss, um dann noch den Rest rauszuholen, bleibt das ganze leider nicht mehr steril.
00:19:33: Da muss man dann schon auch ein bisschen aufpassen, dass man das dann nicht auf die Haut überträgt.
00:19:37: Okay, Elisabeth, wie trage ich eine Creme richtig auf?
00:19:40: Also man sollte grundsätzlich eben Pumsysteme bei Kremien bevorzugen, weil eben wie die, man, Stefanie gesagt hat, dass keine Keime reinkommen können oder man sollte Krems mit einem Spatel aus einem Gefäß entnehmen, also wenn es ein Tiegel ist und nicht mit den Fingern reinfahren, weil dann können wieder Keime in den Tiegel reinkommen und sich dort vermehren und dann, wenn die auf die Haut kommen können, die dann eben wieder in den Körper eindringen und dort Entzündungen und Infektionen verursachen.
00:20:06: Wie die Stefanie vor schon mal gesagt hat, es ist wichtig, dass man immer den ganzen Körper einschmiert und nicht nur die gereizten Stellen, weil die Hautbarriere ist am ganzen Körper gestört und weil wenn man dann sagt okay dann schmiech halt nur die Ellenbeugen im einen, dann kann es halt sein, dass auf der anderen Stelle des Körpers dann eine Entzündung entsteht.
00:20:22: Wenn aber die Haut schon beginnt, sich zu entzünden und die Basispflege alleine schon nicht mehr ausreichend ist, dann gibt es etwas, das nennt sich fettfeuchte Verbände.
00:20:30: Und da kann man die Haut erst mit einer grossen, mit einer reichhaltigen Creme einschmieren.
00:20:34: Und da drüber kommt ein leicht angefeuchterter Schlauchverband aus Viskose.
00:20:39: Und da drüber dann wieder ein zweiter, trockener Schlauchverband.
00:20:41: Dadurch haben wir zwei Wirkungen.
00:20:43: Einerseits geht die Creme tiefer in die Haut hinein und der Yukreiz wird gelindert durch das Verdunsten von der Feuchtigkeit von dem einen Schlauchverband.
00:20:51: Wichtig ist dabei, dass man das wirklich lange einziehen lässt, über mehrere Stunden am besten sogar das ganze über Nacht.
00:20:57: Aber da ganz wichtig, bitte keine wirkstoffhaltigen Salmen verwenden, sondern einfach eine Basisgräme, die hauptpflegend ist, weil die Wirkung von diesen wirkstoffhaltigen Salmen ungewünscht verstärkt wird.
00:21:07: Man kann die Haut auch zum Beispiel mit unbaffirmierten Grün- oder Schwarze bedupfen, weil die enthält sogenannte Gerbstoffe und die wirken darin, dass die Haut sich dann zusammenzieht und dadurch wird sie abgedichtet und dadurch verstärkt sich halt die Hautbarriere auch wieder.
00:21:21: Für die akute Phase können wir auch noch Zinsalmen verwenden, weil Zink hat zwei Funktionen.
00:21:25: Einerseits wirkt es ausdruckend auf die Haut und es fördert auch die Wundeilung.
00:21:29: Das ist gut bei Sonnessenten-Eckzähmen und gerade, wo Haut auf Haut liegt, dass in so Hautfalten ist, ist das Zink sehr förderlich, damit sich dort nicht zusätzlich Schweiß ansammelt.
00:21:38: Aber weil Zink eben leider auch ausdruckend ist, sollte man eben leer eine Zink halt die Creme verwenden.
00:21:44: Es gibt so richtig fette Zinkpasten, die sind da eher ungeeignet.
00:21:48: Es gibt auch Produkte mit dem Jukrat-Stil im Mittelpolidokanol.
00:21:51: Das kann man in der akuten Phase auch gut verwenden, weil es eben den Jukrats minnen kann.
00:21:55: Aber da bitte sollte man bei Kindern vorsichtig sein, weil es haben schon viele Kinder berichtet, dass es eher brennt, also vielleicht eher das für Erwachsene aufheben.
00:22:02: Und auch den Wirkstoff-Hahnstoff, der in sehr vielen Körpergremien enthalten ist, sollte man bei Kindern vielleicht auch eher verzichten, weil das kann auch ein Brennen auf dieser gestörten Hautbarriere verursachen.
00:22:13: Okay, Stefan, was gibt es noch für Alternativen bei starkem Jukrat?
00:22:16: Ganz vorne dabei das Kühlen, dass man irgendwelche Kühlpads auflegt, um einfach den Juckreiz wirklich einzutämmen, dass man die Hautstreichel drauf herumklopft, ein bisschen zwickt, aber ganz, ganz wichtig, nicht kratzen.
00:22:29: Auch wenn es wirklich schwerfällt, ich verstehe das sehr gut, aber wirklich versuchen nicht zu kratzen, weil man dadurch einfach die Hautberere noch mehr zerstört und das Ganze meistens noch schlimmer und größer macht und dann dauert es noch länger, bis es abheilen kann.
00:22:42: Dass man sich ablenkt durch Hobbys, eventuell auch ein Tagebuch schreiben, dass man nieder schreibt.
00:22:46: Wie geht es mir gerade?
00:22:47: Was passiert in mir drinnen, dadurch, dass ich diesen Schub habe?
00:22:50: Oder welche Symptome habe ich auch ganz genau?
00:22:53: Entspannungstechniken kann man versuchen, dass man einfach über die Gefühle, die man gerade hat, auch offen spricht.
00:22:59: Dass man zur Mama geht, zur Papa geht, zur Freundin geht und einfach sagt, mein, jetzt kommt es schon wieder.
00:23:04: Und es nervt mich natürlich und es geht mir nicht gut damit.
00:23:07: Es hilft oft einfach, wenn man das loswerden kann.
00:23:09: Und jemand da ist und sagt, ja, ich verstehe dich, aber das wird schon wieder und ein bisschen gut zugeredet wird.
00:23:16: Ganz wichtig die Fingernägel kurz schneiden, weil je länger das so leichter kratzt, das ist leider einfach so.
00:23:22: Dann auch das Tragen von Baumwollhandschuhen, zum Beispiel auch in der Nacht, kann man versuchen, allerdings muss man da aufpassen, wenn man wirklich ein Eckzehn an der Hand hat oder einen Ausschlag an der Hand hat, dann kann die Wärme durch die Handschuhe den Yukreiz wieder verstärken und somit kann das wieder eigentlich in die andere Richtung gehen, das wird schlimmer als besser.
00:23:41: Und ganz, ganz wichtig, wenn wir vorher schon vom Schlaf gesprochen haben, dass man vor allem im Schlafzimmer wirklich die Raumtemperatur möglichst kühl hält, gut lüften, vor allem in der Nacht, weil unter der Bette.
00:23:52: Steht sowieso wärme und wenn man dann zumindest die Umgebungstemperatur einigermaßen kühl hat, bringt das einen sehr gut linderten Effekt und führt wirklich auch dazu, dass man besser durchschlafen kann.
00:24:01: Ganz wichtig ist, dass man den Teufelskreis aus Jucken kratzen, Hautverletzung, Entzündung und dadurch nochmal Juckreiz unterbricht, indem man eben wirklich, wirklich versucht, nicht zu kratzen, sondern andere Methoden anzuwenden, um dem Juckreiz irgendwie entgegenzuwirken.
00:24:17: Warum kratzen wir uns eigentlich?
00:24:18: Durch
00:24:18: das Kratzen werden die Schmerzrezeptoren in der Haut aktiviert, die das Signal vom Juckreiz überlagern und dadurch spürt man dann den Juckreiz kurzzeitig nicht.
00:24:27: Das Signal kommt dann aber irgendwann wieder zurück, sobald man mit dem Kratzen aufhört und dann ist es sogar meistens noch stärker als davor.
00:24:33: Ah,
00:24:34: okay.
00:24:35: Gehen wir zu äußerlichen medikamentösen Therapien.
00:24:39: Was ist da am wirksamsten, Elisabeth?
00:24:41: Wirksam sind alle Therapien, die es äußerlich zum Anwenden gibt.
00:24:44: Aber was das Mittel der Wahl nach wie vor ist und was viele Leute wahrscheinlich auch im Begriff ist, ist das Cortison.
00:24:50: Das ist wie die ganzen anderen Salmtherapien verschreibungspflichtig vom Arzt.
00:24:54: Und was ist das Cortison eigentlich?
00:24:57: Also es ist eigentlich ein körperigener Baustein und wichtig für uns, dass unser Überleben in brenzligen Situationen sichern kann.
00:25:04: Und in der Therapie wird aber natürlich nicht das Körper-Eigene-Kortison verwendet, sondern die weiterentwickelten Abkömmlinge.
00:25:09: Und das hat bei der Neurodermitis die folgenden Effekte.
00:25:12: Warum man es anwendet, ist es das Entzündungshemen einerseits Unwichtiges, es ist jugreizstillend.
00:25:17: Leider haltet sich aber nach wie vor der Mythos, dass das Cortison schlecht ist.
00:25:21: Viele Leute haben eine unbegründete Angst vor dem Cortison und vor allem von den Nebenwirkungen, die wir durch entstehen können.
00:25:26: Woher kommt die?
00:25:27: Das kommt eigentlich hauptsächlich eher von der innerlichen Anwendung vom Cortison.
00:25:30: Das macht tatsächlich, wenn es wirklich langfristig und hochtossiert verwendet wird, kann es wirklich Nebenwirkungen machen, wie das mal aufgeschwemmt wird oder dass man Ödeme bekommt und Gewicht zulegt.
00:25:40: Aber das ist bei der äußerlichen Therapie nicht der Fall.
00:25:43: Es gibt auch das Argument, dass man sagt, die Haut wird davon dünn.
00:25:47: Das stimmt tatsächlich, aber das ist nur, wenn das Cortison falsch angewendet wird, also in Dämas zu lang verwendet und das in Dämas falsch dosiert.
00:25:54: Und da gilt wie bei vielen anderen Sachen so wenig wie möglich und so viel aber wie nötig, weil man darf das Cortison allerdings nicht auch zu kurz anwenden, weil das ist leider oft das Problem, dass die Leute sagen, okay, der akute Juckratz ist weg, das ist meistens nach zwei bis drei Tagen so, dann höre ich auf zum Schmieren, weil es geht der Haut ja eh wieder gut.
00:26:09: Das Problem ist nur, der Juckratz ist zwar weg, aber die Entzündung unter der Haut ist noch nach wie vor da.
00:26:14: Und es kann dann sein, dass dann der Schuber bis Zeitverzögert noch einmal aufflammt.
00:26:18: Und dann sagt man, ja, das Gott des Sohn hat nichts geholfen oder das Gott des Sohn hat es eigentlich schlimmer gemacht.
00:26:23: Dabei war einfach der Anwendungsfehler, dass man sagt, die Therapie war einfach nicht konsequent genug angewendet und lang genug durchgezogen.
00:26:31: Weil das Hauptziel von der Cortison-Therapie ist nicht die Yukreiz-Linderung alleine, sondern es geht hauptsächlich wirklich wichtig darum, dass man diese Entzündung unter der Haut einfach bekämpft.
00:26:39: Und außerdem ist Cortison auch nicht gleich Cortison.
00:26:41: Es gibt ganz viele verschiedene Cortisonen, die in der Therapie angewendet werden.
00:26:45: Und es gibt auch spezielle kindgerechte Cortisonen, wo sie da wirklich die Nebenwirkungen in Grenzen halten und vor allem, weil man es richtig verwendet.
00:26:52: Weil da gibt es nämlich die Leitlinie.
00:26:54: Das ist das eins, zwei, drei Prinzip.
00:26:56: Und zwar, man wendet das Cortison zuerst einmal täglich an und zwar für einige Tage.
00:27:00: Bis zu einer Woche kann es sein, dann wendet man es nur mal jeden zweiten Tag an und dann nur mal jeden dritten Tag und dann schleicht man das langsam aus.
00:27:07: Und die Genautherapie, dauer muss aber auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden.
00:27:12: Falle des Cortisons hilft tatsächlich nichts, wenn man es mehr als einmal täglich schmiert, weil man hat keinen mehr Nutzen dadurch, aber man hat mehr Nebenwirkungen dadurch.
00:27:20: Deswegen wirklich nur einmal täglich und zusätzlich sollte man immer die Basispflege weiter schmieren, auch weil man eine Cortisontherapie hat.
00:27:26: Also deswegen entweder man sagt, okay, in der Früh und tagsüber schmier ich meine die Basispflege, um die Haut zu pflegen und dann am Abend vom Schlafengändern das Cortison.
00:27:35: Okay, gibt es noch andere Substanzen in der Behandlung von Neurodermitis?
00:27:38: Ja, es gibt noch weitere.
00:27:40: Das eine sind zum Beispiel die Calcinoerin-Inhibitoren.
00:27:43: Calcinoerine sind Signal-Eifersmoleküle, die eine Rolle bei der Regulation von der Immunantwort spielen in unserem Körper.
00:27:50: Wenn man jetzt diese Calcinoerine hemmt, dann wird auch die lokale Entzündungsreaktion ein bisschen runterreguliert.
00:27:57: Da gibt es zwei Substanzen, die verwendet werden, das Pimecrolimus im LIDL.
00:28:01: Das geht schon für Kinder ab dem dritten Lebensmohn.
00:28:04: und das Takrolimus im Protopik, das geht ab zwei Jahren.
00:28:08: Die Cremien kann man besonders bei empfindlichen Körperstellen anwenden, wo eine Cortisontherapeut nicht so optimal wird, z.B.
00:28:15: im Gesicht, am Haars, an den Achseln oder auch im Genitalbereich.
00:28:19: Auch an Hautstellen, die aufeinander liegen, sind diese Calcinorin-Inhibitoren meistens den Cortisonpräparaten vorzuziehen.
00:28:26: Ein großer Blustpunkt von denen ist, dass sie nicht die hautverdünnende Wirkung vom Cortison haben, auch wenn man sie längerfristig anwendet.
00:28:33: und man trägt sie im Vergleich zum Gottesund zweimal täglich auf.
00:28:36: Was ganz, ganz wichtig ist, und das ist für mich ein... Wirklich, wirklich schlagender Punkt.
00:28:42: Und zwar diese Cremes am Anfang, wenn man sie verwendet, die können brennen und man hat das Gefühl, es wird eigentlich viel, viel schlimmer als es besser wird.
00:28:50: Ist natürlich gerade bei Kindern sehr schwierig, denen dann zu erklären, ja, wir müssen da jetzt ein paar Tage durchhalten, dann wird es besser.
00:28:56: Es brennt wirklich, es kann extrem brennen, es ist nicht bei jedem so, je nachdem, wie das ECM auch gerade ausschaut, ist es wirklich offen, ist es einfach... gerade erst gerötet, das kommt drauf an, da muss man wirklich, also entweder wird es oft so gehandhabt, dass man in der ganzer guten Phase mal eine Cortison schmiert und dann, wenn das ein bisschen abgeheilt ist, dann steigt man um auf diese Kalzinerin-Inhibitoren.
00:29:17: oder sonst muss man wirklich als Erwachsener, wenn man es schafft, durchbeißen einige Tage und dann mit der Zeit hört das aber auf und dann ist das wirklich ein super Medikament und eine super Alternative zum Cortison, weil wir eben diese hautverdünnende Nebenwirkung nicht haben.
00:29:31: durchhalten, trotzdem vielleicht einfach äußerlich zusätzlich kühlen, versuchen es durchzupeißen, wie man so schön sagt.
00:29:38: Und damit hat man einfach wirklich auf Jahre gesehen, wirklich ein Supermedikament, mit dem man die Krankheit gut im Griff haben kann, wenn man das die ersten paar Tage gut durchhalten kann.
00:29:47: Wichtig ist aber trotzdem, wenn man diese Kalzinerin-Inhibitoren schmiert, dass man einen konsequenten UV-Schutz für diese Stellen verwendet, wo man das anwendet, weil die Haut einfach empfindlicher gegenüber auf Faustrahlung wird.
00:30:01: Wohl beim Cortison als auch bei den Kalzinerieninhibitoren gibt es die sogenannte proaktive Therapie.
00:30:06: Das heißt, auch in der beschwerdefreien Zeit kann man vorsorglich zweimal pro Woche mit der wirkstoffhaltigen Creme schmieren, zusätzlich zur Basistherapie, um einfach diese Entzündungsreaktionen der Haut langfristig möglichst niedrig zu halten.
00:30:21: Okay.
00:30:22: Elisabeth, welche unterschiedlichen Infektionen können sich auf der Haut bemerkbar machen?
00:30:27: Ja leider sehr viele verschiedene, weil es befinden sich ständig Heime auf unserer Haut.
00:30:31: Also wir haben ständig irgendwelche Bakterien, Viren und Pilze, aber bei einer gesunden Haut ist das alles kein Problem, damit kann die Haut sehr gut fertig werden, aber wie wir vorhin schon gehört haben bei der Neurotamite ist es leider die Hautbarriere gestört und deswegen haben die Heime da ein leichtes Spiel, das sie in die Haut eindringen und dort Infektionen verursachen.
00:30:48: Wir haben zum Beispiel bakterielle Infektionen, die hauptsächlich durch ein Staphylococcus aureus und strebter Koken verursacht werden und da verursachen sie alter gefüllte Busteln.
00:30:57: oder die vergehende Hautabszesse.
00:30:58: Also alles, was mit Eiter zu tun hat, hängt immer mit einer bakteriellen Infektion zusammen.
00:31:03: Entweder wird das mit antiseptischen Substanzen, also was Desinfizierenden, behandelt oder, wenn es wirklich nicht ausreicht, dann eher mit einer antibiotischen Salbe.
00:31:12: Da muss man dann aufpassen, wenn sich der Allgemeinzustand sehr stark verschlechtert, wenn man ein Fieber dazu bekommt und wenn man sich einfach generell sehr krank und sehr erschlagen fühlt und dann noch zusätzlich viele Körperregionen betroffen sind, dann bitte unbedingt, unbedingt zum Arzt gehen, weil dann wahrscheinlich ein innerliches Antibiotikum dann auch noch nötig sein.
00:31:29: Eine bakterielle Infektion gehört generell immer mit dem Arzt abgeklärt, weil der entscheidet dann über das Vorgehen, ob das ausreicht, dass wir eine antiseptische Behandlung machen oder ob wir ein Antibiotikum brauchen.
00:31:40: Weil mit Antibiotika, wie wir wissen, müssen wir sparsam umgehen, weil zu viel Antibiotika einsetzt, kann eine Resistenzentwicklung verursachen und dann wirkt das irgendwann einfach nicht mehr.
00:31:49: Der nächste Punkt sind virale Infektionen.
00:31:52: Und für einen normalen Menschen, der keine Neurodermitis hat, ist auf Fieberblase zwar sehr lästig, aber meistens nur von kurzer Dauer.
00:31:59: Und bei einem Neurodermitis-Patienten kann es aber zu einem richtigen Herbeseckzeem führen, was sich über den ganzen Körper dann ausbreitet.
00:32:06: Und das ist gar nicht ungefährlich, wenn das passiert, weil das gehört wirklich stationär im Krankenhaus behandelt.
00:32:12: Glücklicherweise nicht jeder Neurodermitiker neigt zu diesem Herbeseckzeem, aber man soll trotzdem sehr wachsam sein, wenn auf der Haut am ganzen Körper auf einmal Bläschen auftreten.
00:32:21: Und auch die Windbocken, oder wie man es bei uns so schön sagt, die Schafplattern können bei Neurotemitikern auch zu einer verstärkten Anbildung führen.
00:32:29: Und gerade deshalb ist es auch wichtig, dass man Kinder gegen die Schafplattern impfen lässt.
00:32:33: Und das Dritte ist, es gibt Pilzinfektionen und da gibt es zwei verschiedene.
00:32:37: Es gibt eben den Hefe-Pilz-Kaniter, der sich bevorzugt an Schleimhäuten aufhält, eben im Mund oder Genitalbereich.
00:32:43: Und meistens äußert sich das in so einer geröteten Schuppenhaut, die stark juckt oder im Mund, die uns einen gelblich weißen Belag machen.
00:32:50: Und dann gibt es auch noch den Malaseezer Furfur und der fühlt sich besonders auf der Kopfhaut wohl und macht sehr gerne sehr viele Schuppen.
00:32:56: Und bei Neurodermitikern kann sich das aber leider dann bis auf Hals und Nacken ausbreiten.
00:33:00: Und die werden dann aber in der Regel mit Pilzabtönetmitteln, also mit sogenannten Antimikotika behandelt.
00:33:06: Es gibt viele Sonnenformen von der Neurodermitis, deswegen ist sie oft auch schwer für Ärzte zu diagnostizieren, aber eine, die ich gerne anbringen würde, weil sie tatsächlich mir auch sehr oft in der Apotheke begegnet, ist es dieshydrotische Exem.
00:33:19: Und dabei entstehen Bläschen an den Händen, manchmal auch an den Füßen, die mit einer klaren Flüssigkeit gefühlt sind.
00:33:25: Und die platzen dann später auf und die Haut beginnt sich dann einzureißen und sich an der Stelle abzulösen.
00:33:30: Und das ist meist mit einem sehr großen Yukreiz verbunden.
00:33:32: Und die Einrisse können aber wirklich auch sehr schmerzhaft werden.
00:33:35: Und wir haben wieder das Problem, dass Infektionen an diesen Stellen entstehen können.
00:33:39: Leichte Reformen lassen sich da ganz gut eigentlich mit Cortison behandeln oder auch mit diesen Kalzinerin-Inhibitoren.
00:33:45: Und schwere können gut von einer Lichttherapie profitieren.
00:33:48: Ich habe da persönliche Fragen dazu, weil das hat leider mein Mann gehabt letztes Jahr und bei ihm hat tatsächlich das Kortison nicht mehr geholfen, wir haben auch diese anderen Zahlen, die kann es in den Urin-Indimitoren nicht mehr geholfen und der hat dann eine Lichttherapie bekommen und das hat wirklich super funktioniert.
00:34:02: Lichttherapie, wie funktioniert die?
00:34:05: gibt es zwei verschiedene Formen.
00:34:07: Prinzipiell, die Wirkung der Therapie ist Entzündungshemmend- und Juckreizstillend und wirkt sich auch positiv aufs Hautimmunsystem aus.
00:34:15: Es gibt einerseits die Therapie mit UVB-Strahlen, bei der die Haut mit einer UVB-Quelle bestrahlt wird.
00:34:21: Und dann gibt es die sogenannte PUVA-Therapie.
00:34:23: Da wird die Haut zuerst mit einer Substanz, die man psoralen nennt, behandelt.
00:34:27: Und dann wird die Haut mit UVA-Strahlen bestrahlt.
00:34:31: Das psoralen wird entweder oral eingenommen, also man schluckt das.
00:34:34: wenn der ganze Körper terabiert wird oder die Körperteile werden nur lokal in einer psoralen Lösung gebadet.
00:34:40: Danach wird die Haut eben mit UVA-Strahlung behandelt.
00:34:43: Therapie wird zwei bis vier Mal pro Woche für sechs bis zwölf Wochen angewendet und in dieser Zeit wird die UVA-Strahlung dann auch schrittweise gesteigert.
00:34:51: Wie lang das genau ist und wie häufig das hängt dann davon ab, wie stark das EC-Cem hat.
00:34:55: Gerade ist es, wird dann mit den Ärzten besprochen.
00:34:58: Ganz wichtig ist, wenn man das wirklich oral einnehmen muss, weil der ganze Körper terabiert wird, dass man einen Quenten-Sonnenschutz für mindestens vierundzwanzig Stunden nach der Einnahme, am ganzen Körper wirklich anwendet und vor allem auch die Augen mit einer sehr guten Sonnenbrille schützt, weil einfach die UV-Empfindlichkeit der Haut und der Augen sehr verstärkt wird durch diese Einnahme von Porallin.
00:35:20: Diese Puffer-Therapie wird vor allem bei der akuten Form angewendet.
00:35:25: Die UVB-Behandlung ist eher in der chronischen Phase, um dem Ganzen vorzubeugen.
00:35:31: Kann man dich Therapie auch beginnen machen?
00:35:33: Es ist nicht unbedingt empfohlen, weil gerade UV-Einstrahlung im Kindesalter kann das spätere Risiko für einen Hautkrebs stark erhöhen.
00:35:41: Deswegen wird es eher nicht empfohlen.
00:35:43: Okay, dann gibt es bei schweren Formen auch innerliche Therapien.
00:35:47: Wie sehen die aus, Elisabeth?
00:35:49: Und zwar, es gibt für die Schwere von der Neurotamite, es sind Biologiker zugelassen und Biologiker sind einfach biotechnologisch hergestellt als Neimittel.
00:35:56: Und da ist zum Beispiel die Substanz Dubillomab, die verwendet wird.
00:36:00: Und das ist ein Das ist jetzt ein schwieriges Wort, monoklonale Antikörper, der in das Entzündungsgeschehen im Körper eingreift.
00:36:06: Und da sich das Mittel aber eben nicht auf die allgemeine Immunabwehr im Körper auswirkt, spricht man eben da nicht von einem immunsuppressive Mittel, also einem Mittel, das das Immunsystem unterdrückt, sondern einem Immunmodulator.
00:36:17: Und das wird im Abstand von zwei bis vier Wochen eine Spritze verabreicht.
00:36:21: Es ist ab sechs Monaten zugelassen, was sehr gut ist, weil man da mit Kindern auch schon therapieren kann.
00:36:25: Und es hat auch den großen Vorteil, dass es keine Wechselwirkungen mit irgendwelchen gängigen Medikamenten, also wie viel übersehen kann Antibiotika oder Antihistaminika gibt, also da muss man dann... bei den Kindern nicht besorgt sind, dass das irgendwelche Auswirkungen und Wechselwirkungen hat.
00:36:37: Und man muss auch keine regelmäßigen Blutuntersuchungen machen.
00:36:40: Und das Einzige ist nur zu leben, Impfstoffen sollte man Abstand halten.
00:36:44: Grundsätzlich sollten sowieso alle Neurodermitis-Patienten immer von den ausreichenden Impfschutzachten, vor allem Kinder, wie wir vorgesagt haben, sollten gegen Schaftplatten geimpft werden, weil jede Infektion ist eine zusätzliche Belastung für den Körper und kann jederzeit wieder an den Neurodermitis-Schub auslösen.
00:36:59: Es gibt aber auch Tabletten, weil man sagt, okay, Die Spritze ist jetzt nicht so meins, ich will lieber Tabletten schlucken.
00:37:04: Da gibt es auch die Substanzen des Zitlosporin.
00:37:06: Das ist auch ein Kalzenerinantaginist und es gibt zwei Janoskinase-Inhibitoren.
00:37:17: Das ist ab zwei Jahren zugelassen und das U-Partazitinib und das ist ab zwölf Jahren zugelassen.
00:37:22: Und die Januskinasen sind eben in Züme, die eine Rolle bei der Entzündungsreaktion in der Haut spielen, aber leider eben nicht nur dort.
00:37:28: Deswegen haben sie eine wesentlich breitere Wirkung auf das Immunsystem als diese Spritzen.
00:37:32: Und weil sie auch eine Rolle bei der Blutzellbildung spielen, ist da eine regelmäßige Blutkontrolle notwendig.
00:37:38: Also sprich, der Nadel entkommt man leider nicht, egal für welche Therapieform man sich entscheidet.
00:37:43: Stephanie, du hast betroffene, wie wichtig ist das Thema Sonnenschutz?
00:37:48: Sonnenschutz ist immer ganz wichtig, als noch damit das Patient noch mehr.
00:37:52: Prinzipiell gilt, man sollte die Sonne bis zum gewissen Grad meiden.
00:37:56: Ein bisschen Sonne ist gut und der Hautgut ist auch angenehm, aber nicht zu viel.
00:38:00: Vor allem in einer guten Phase, wenn man gerade viele offene Eczeme hat, ist es nicht gut, wenn da direkt die Sonne drauf kommt.
00:38:08: oder auch, wenn man frische Narben hat, weil die dann durch die Sonne einfach nachtunkeln und dann die Wahrscheinlichkeit einfach sehr groß ist, dass die länger bleiben und dass man die nicht mehr ganz weg kriegt.
00:38:17: Sonnenmaßen ist, wie gesagt, gut, immer mit gutem UV-Schutz, immer Sonnenschutz auftragen.
00:38:22: Und vor allem sonst, wenn man irgendwie, sagt man geht in die Sonne im Sommer und man hat gerade irgendetwas möglich zu versuchen, das mit Kleidung, lockerer Kleidung abzudecken.
00:38:30: Grundsätzlich das Prinzip wäre Meiden, Kleiden, Kremien.
00:38:33: Das heißt, man versucht die Sonne... Zum einen.
00:38:36: man versucht mit Kleidung möglich die Sonne abzuschirmen oder dann eben sonst mit einer gut verträglichen Sonnencreme.
00:38:43: zu schmieren.
00:38:45: Es gibt spezielle Sonnencremes für Neurodermitika, aber auch hier ist es wie bei der anderen Basispflege, nicht jeder verträgt alles, möglichst zuerst an einer kleinen Stelle am Körper ausprobieren, auch über mehrere Tage und vielleicht dann die Fläche immer ein bisschen größer machen, um zu schauen, wie geht es mir damit?
00:39:01: und wenn wir dann das Gefühl erzeugt, vertrag ich es wirklich gut, dann auch wieder bei der einen möglichst bleiben und nicht zu viel herum experimentieren, damit man einfach die Hautbarriere nicht weiter stört.
00:39:12: Gibt es spezielle Ernährungen, die bei Neurodermitis auch helfen können?
00:39:17: Ja, vor allem im Internet findet man häufig Seiten, auf denen die eine Neurodermitis Ernährung propagiert wird.
00:39:22: Es gibt unzählige Bücher dazu, indem man Ernährung bei Neurodermitis und vor allem wird behauptet, dass man durch eine reine Ernährungsumstellung oder sogar Nahrungsmittelversicht die Neurodermitis heilen kann.
00:39:32: Ja, dem ist aber leider nicht so, die Neurodermitis lässt sich leider nicht heilen.
00:39:36: Und die Ernährung ist bei jedem einzelnen Patienten sehr individuell, also was vertraglich und was nicht.
00:39:42: Es ist durchaus richtig, dass Kinder mit Neurodermitis häufig an einer Nahrungsmittelallergie leiden, weil sie die Allergene nicht nur über den Mund zu sich nehmen, sondern leider auch über die gestörte Hautbarriere.
00:39:52: Und deswegen sollte man am besten selbst darauf achten, worauf ein Kind allergisch reagiert und am besten auch ein Allergietest machen, um das Ergebnis dann zu bestätigen.
00:40:00: Da muss man aber aufpassen, weil bei den Test können auch Sensibilisierungen aufgezeigt werden und das heißt, dass bei einem Blut oder Hautest eine Reaktion auf ein Allergien gezeigt wird, aber es sind keine entsprechend allergischen Symptome aufgetreten und dieses Ergebnis hat dann keinen Krankheitswert.
00:40:14: Also das heißt dann nicht Allergie, man muss verzichten, sondern es zeigt vielleicht ein bisschen vorsichtiger sein.
00:40:21: Auf keinen Fall sollte man von Hauses auf irgendwelche Lebensmittel grundsätzlich verzichten.
00:40:25: Zum Beispiel Ei, Milch und Weizen werden zum Beispiel oft als Auslöser für das genannt.
00:40:31: Deswegen, man sollte auch bei Kindern mit Neuratomitis von Anfang an eine ganz normale Beikost zugeben, um die Kinder an die ganz verschiedenen Lebensmittel zu gewöhnen und auch einfach zu schauen, was vertragen die Kinder und was vertragen die nicht.
00:40:42: Es ist nämlich das Problem, wenn man potenziell Allergie auslösende Substanzen meidet, dann kann man sogar das Allergierisiko sogar steigern später.
00:40:50: Die Kinder, die es dann später zu sich nehmen, reagieren sie dann eher, als wenn sie von Anfang an einfach alles bunt durch den Gemüsegarten so quasi ausprobieren und essen.
00:40:57: Außerdem, wie man vorhin schon gesagt, psychische Komponente, es erhöht den Leinstruck von den Kindern sehr stark, weil man ihnen ständig irgendwelche Lebensmittel verweigert und immer sagt, das darfst du nicht essen und das darfst du nicht essen und dann ihren Alltag zusätzlich einschränkt.
00:41:09: Und eine Reaktion auf Erlemsmittel muss nämlich nicht immer automatisch in Zeichen an Allergie sein, weil es kann einfach nur eine Irritation sein, zum Beispiel Fruchtzeuren in Beeren, in Tomaten oder in Citrusfrüchten, da reagiert man auch als normaler Mensch gern drauf.
00:41:23: Schafe Gewürze durch die Verstärkte durch Blut und können den Juckreiz auch bei einem akuten Schub verschlechtern.
00:41:28: Und es gibt sogar Hinweise darauf, dass ein verringertes Salzzufuhr sich positiv auf den Euro damit es auswirkt, aber da muss man auch jeder individuell schauen, was man... da gut verträgt und was für einen die richtige Ernährung ist.
00:41:40: Es kann sich im Laufe der Jahre nämlich deine Allergie sogar wieder besser oder komplett verschwinden, weil man das Lebensmittel einmal kurzfristig meidet.
00:41:47: Aber dieses Vorgehen sollte man immer am besten mit einem Kinderarzt oder einem Allergiespezialisten besprechen.
00:41:53: Und es hilft in dem Fall sogar auch sehr, einen Ernährungs-Tagebuch zu führen, weil da kann man aufschreiben, was habe ich gegessen und was habe ich dann später für Symptome gehabt und dann einfach zu schauen, ob man einen Zusammenhang findet, auf welches Lebensmittel man einfach selber reagiert.
00:42:06: Was auch gut ist, eine anti-entzündliche Ernährung, sprich, viel Omega-III-Fettsäuren zu sich zu nehmen.
00:42:11: Das haben wir zum Beispiel in Fisch, das haben wir drinnen.
00:42:13: Wir haben das in Nüssen, in Leinsamen.
00:42:15: Dann gibt es Entzündungshelmen, die Gewürze, wie zum Beispiel Korkuma oder Ingwer, was jetzt vielleicht für die Kinder nicht ganz so krass ist, was so ein bisschen scharf ist.
00:42:23: Aber für den Wachsen ist es vielleicht angenehm.
00:42:25: Und Antioxidantien, also sollten wir in der Nährung einen Platz finden.
00:42:29: Und am besten ist es sowieso, dass man sich einfach ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, wie man sagt, den ganzen Regenbogen essen.
00:42:35: Also einfach alle Farben und alles, was man gut verträgt, dann einfach zu sich nehmen.
00:42:39: Wie schaut's mit Alkohol, Rauchen und so weiter aus?
00:42:43: Wirkt sich das auch auf die Haut aus?
00:42:45: Ja, das wirkt sich auf die Haut aus.
00:42:46: Es ist allgemein so, dass ein zu viel von gewissen Dingen sich bei Neurodemitika eigentlich immer über die Haut recht.
00:42:53: Also zu viel Alkohol, Rauchen ganz schlecht, weil so viele Radikale einfach im Körper entstehen und die Entzündung wieder befördern.
00:43:01: Also Rauchen ist für Neurodemitika eigentlich ein No-Go.
00:43:04: Das wird man immer merken, dass es schlechter wird.
00:43:07: Und auch zu viel Zucker zum Beispiel.
00:43:09: Also ich merke zum Beispiel auch zu Ostern oder zu Weihnachten, dass man schon das an der Haut dann sieht, wenn man ein paar Kekse oder ein paar Schokohasen zu viel gegessen hat.
00:43:19: Dem Zucker sind wir immer ausgeliefert, das ganze Jahr.
00:43:23: Welchen Einfluss haben Allergien eigentlich auf Neurodemitis?
00:43:27: Wie gesagt, Allergien und Neurodemitis, das hängt ja zusammen, weil es beides atopische Erkrankungen sind.
00:43:33: Und es ist so, dass die Luftallergenen können durch die gestörte Hautbarriere auch Probleme für eine Neurodermitika darstellen.
00:43:39: Polen, Milben, Tierhaare können die Neurodermitis verstärken und zu einer Verstärkung von den Eczemen oder dem Juckreiz führen.
00:43:47: Bei einer Hausstabmilbenallergie kann man sich behelfen mit Milbendichtenbezügen für die Matratzer, den Kopfbolster und die Bettdecke und eher auf Kunstfasern oder Schaumstoff zurückgreifen als auf Downen für Bettdecke und Matratzen.
00:43:59: Die Milben mögen keine kühlen Temperaturen im Schlafen.
00:44:02: Schlafzimmer, also haben wir, wie wir vorhin schon gesagt haben, noch einen wichtigen Punkt, warum der Schlafzimmer unbedingt immer kühl sein sollte.
00:44:09: Und die Milben können in höheren Gefilten, also so ungefähr über tausendfünfhundert Metern, nicht mehr leben.
00:44:15: Und dadurch sind auch Ausflüge in die Berge oft eine kurzzeitige Erleichterung, auch weil da sowieso andere Allergenen, die wir bei uns herunten haben, nicht mehr oder oft nicht mehr vorhanden sind.
00:44:26: Und somit kommt man einfach den Allergenen eine Zeit lang, wenn wir mal auf den... Bergfahrt für einen Tag oder auch ein paar Tage.
00:44:31: Bei Ballen erlärgern ist es so, die sollten sich möglichst jeden Tag duschen und die Haare waschen, damit man vor allem in der Zeit, die oft über den Sommer oder im Frühjahr vor allem ist, wenn die Ballen herumfliegen, dass man das einfach nicht mit ins Haus und vor allem nicht mit ins Bett bringt und sich dann mit den Haaren oder so noch ins Gesicht oder in die Augen oder eben auf die Haut schmiert, möglichst.
00:44:52: Gut ist es auch, wenn man die Kleidung, die man draußen anzieht, gleich ablegt, wenn man reinkommt, sich komplett umzieht und die vor allem nicht im Schlafzimmer aufbewahrt.
00:45:01: Lüften sollte man in der Stadt vor allem frühmorgens, also meistens zwischen sechs und acht Uhr, und im ländlichen Gebiet eher spät abends zwischen neunzehn und vierundzwanzig Uhr.
00:45:10: Es gibt auch noch spezielle Pollengitter, die man vor den Fenstern montieren kann, wo die Pollen dann zusätzlich abgehalten werden.
00:45:17: Bei dir haben, muss man leider sagen, so süße auch sind die Tiere.
00:45:20: Da gilt einfach die komplette Vermeidung, wenn man merkt, man hat da ein Problem damit.
00:45:24: Also ein Allergikerhaushalt sollte wirklich keine Haustiere mit Fell, mit Hahn haben.
00:45:32: Es werden sogenannte Neurodermitis-Schulungen angeboten.
00:45:35: Wo gibt es denn die uns?
00:45:36: Was wird hier Betroffenen beigebracht?
00:45:39: Genau, also eine große Unterstützung für Familien, die stellen ihm diese sogenannten Neurodermitischschulungen da und da wird eben Wissen vermittelt über die Krankheit, es werden Alltagstipps gegeben und Tipps zur Umsetzung der Therapie, weil Studien haben gezeigt, dass man mit der Krankheit einfach besser zurechtkommt, weil man gut darüber informiert ist.
00:45:54: Und da gibt es eben diese Struktur der Schulung, das ist nach Agnes und so, das ist die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitischschulung und das ist eine ambulante Schulung für Eltern, Kinder und Jugendliche über sechs mal zwei Stunden, also geschult werden meistens die Eltern oder die Bezugspersonen von maximal sechs Patienten.
00:46:12: Und das entsteht doch ein interdisziplinäres Team.
00:46:15: Und zwar das besteht aus Thermatologen, Kinderärztenden, Psychologen und Ernährungsberater.
00:46:19: Und anfänglich, weil es eben viele Kinder betrifft, sind es meistens nur die Eltern und die Kinder, die schon größer sind, kann man auch die Kinder sehr gut mitnehmen und die gut darin einbinden.
00:46:27: Das ist auch immer ganz toll.
00:46:28: Und die Kurse werden extra einmal nur pro Woche abgehalten, dass man einfach in der Zwischenzeit die gelernten Sachen umsetzen kann und einfach schauen kann, wie es einem damit geht.
00:46:37: In der Steiermark werden aber leider keine solchen Schulungen angeboten.
00:46:41: und das nächste Angebot ist eben in Kärnten gibt es eine Ärztin oder in Wien gibt es ein Patient drin.
00:46:46: Aber man kann auf www.neurotermitis-schulung.at, kann man schauen, wo eben diese Schulungen in Österreich angeboten werden.
00:46:55: Und was man noch zusätzlich sagen kann zu diesen Schulungen, weil wir ihm gesagt haben, dass man von Betroffenen immer wieder hört, dass man mit der Krankung besser zurecht kann, weil man möglichst gut informiert ist und aufgeklärt wird.
00:47:04: Und deswegen sollte man sich als Patient vor einem Arzt besucht, gut selber auch vorbereiten, damit man das Meister rausholen kann, weil wir alle wissen, die Zeit bei einem Arzt ist leider sehr begrenzt.
00:47:13: Und deswegen schauen, dass man sich vorher gut vorbereitet, damit man auch wirklich zufrieden aus diesem Arzttermin rauskommt.
00:47:19: Der Thermatologe, der Hautarzt, wird immer der wichtigste Ansprechpartner sein für die Neurodermitis oder bei Kindern auch der Kinderarzt.
00:47:25: Deswegen gibt es ein paar Tipps.
00:47:27: Und zwar, am besten, man schreibt sich seine Fragen auf, damit man sie nicht vergisst zu stellen.
00:47:31: Am besten immer die vorherigen Befunde von anderen Ärzten mitbringen, auch für Allergie-Tests, damit der Arzt weiß, was schon alles gemacht worden ist, damit nicht einfach alles doppelt und dreifach gemacht wird, wenn es nicht notwendig ist.
00:47:42: Ganz wichtig ist jetzt in Handyzeit halt das eh einfach Fotos fachen, wenn man einen akuten Schub hat und nicht gerade zum Hautarzt kommt.
00:47:49: Vor allem wenn die Haut jetzt gerade gut ausschaut, weil oft ist es, wenn man sagt, jetzt habe ich gerade einen Schub, gehe ich jetzt in zwei Wochen zum Hautarzt.
00:47:55: bis dahin ist die Haut wieder super schön und man kann nichts mehr herzeigen.
00:47:57: Deswegen, wenn es wirklich schlimm ist, Fotos machen, damit der Arzt sich ein Bild machen kann, wie schaut das aus, wenn es gerade akut ist.
00:48:04: Auch wichtig, man soll sagen, was man für Therapien schon alles probiert hat.
00:48:07: damit das nicht alles wiederholt wird.
00:48:09: Es gibt Selbsttests im Internet, die man durchschauen kann, die man vorher ausfüllen kann und was, wie man auch gesagt haben, nicht nur in der Nährungs-Tagebuch, man kann auch ein Neurotermitis-Tagebuch schreiben, wo man einfach aufschreibt, wann habe ich welche Symptome und was hat das vielleicht ausgelöst.
00:48:22: Und auch das wieder immer gerne mit Fotos hinterlegen, damit man einfach direkt dann das Optische noch dazu hat.
00:48:29: Okay, was mir noch eingefallen ist, gerade im Internet tauchen immer wieder Personen auf, und kann sich auch um Wunderheiler nennen, die das Mittel haben gegen Neuradermitis.
00:48:39: Was sagt ihr zu denen?
00:48:40: Ich habe es noch nicht gefunden für mich selbst.
00:48:42: Ich glaube auch nicht, dass das jemand anders schon gefunden hat.
00:48:45: Man kann auch damit es nicht heilen.
00:48:47: Es gibt die Fälle, wo sich das sozusagen auswachst, wie man so schön sagt, wo man einfach, wenn die Kinder älter werden, irgendwann verschwindet es mehr oder weniger.
00:48:54: Man hat keine akuten Schübe mehr.
00:48:56: Die Empfindlichkeit der Haut bleibt allerdings meistens.
00:48:59: Man kann sie nicht heilen, schon gar nicht mit irgendwelchen Mitteln aus dem... Internet die hundert Prozent Wirkung ohne irgendwelche Nebenwirkungen versprechen.
00:49:07: Das wäre schön, wäre wünschenswert ist aber leider nicht der Fall.
00:49:11: Welche Tipps könnt ihr betroffenen noch mit auf den Weg gehen?
00:49:14: Das erste wäre, weil die Basispflege eben so ein wichtiger Faktor in der Gesamttherapie ist, wenn man jetzt Kinder hat, die nicht gern eingeschmiert werden wollen.
00:49:23: Das ist immer wieder ein Thema.
00:49:25: Da gibt es verschiedene Tipps.
00:49:27: Zum einen, dass man sich einen sogenannten Einschmierbütschama zulegt.
00:49:30: Das heißt, wenn das Kind zum Beispiel am Abend geduscht wird und dann schmiert man das ein, dann zieht man einen gewissen Bütschama an und dann, wenn die Pflege eingezogen ist, je nachdem, das ist bei jedem immer ein bisschen unterschiedlich, wechselt man auf einen sauberen Bütschama, damit einfach dieses, ich sage mal, bickige, klebrige Gefühl nicht da ist, weil es ist schon so, wenn man den ganzen Körper einschmiert und dann zieht man was drüber, dass natürlich der Stoff auch ein bisschen... was von der Creme aufnimmt und dann so ein kann ein unangenehmes Gefühl verursachen.
00:49:57: Wenn man das dann aber wieder umzieht, direkt vom Schlafen gehen, dann ist es beim Schlafen auch wieder angenehmer für das Kind.
00:50:04: Das gleiche gilt dann auch für die Bettwäsche, dass man die Bettwäsche öfter wechselt als bei einem normalen gesunden Menschen, der sich halt nicht so viel einschmieren muss, weil einfach natürlich auch dort Creme-Reste zurückbleiben und dann dieses frische Bettwäsche gefühlt, das wir wahrscheinlich alle sehr lieben, einfach weit nicht so lange gegeben ist.
00:50:21: Und ganz wichtig Wettwäsche regelmäßig wechseln und waschen, wenn zusätzlich eine Hausstabmilm-Allergie gegeben ist.
00:50:28: Wenn man sagt, okay, das Einschmieren ist immer ein Problem, dann kann man daraus auch ein Spiel machen, dass man zum Beispiel mit der Pflege Smile ist oder Herzen aufzeichnet oder irgendwie so, dass man das gemeinsam dann macht.
00:50:39: Du darfst auch mich einschmieren, das macht auch als Elternteil dann zum Beispiel als Vorbild vorangehen und sagt, schau her, die Mama macht das auch, der Papa macht das auch, du kannst das bei mir machen, wird uns gegenseitig, dass man das mit einer Massage kombiniert.
00:50:51: einfach möglichst angenehm ist und vielleicht auch zum gewissen Teil schon einfach ein Ritual wird, auf das sich das Kind dann irgendwann vielleicht sogar freuen kann, weil es wirklich angenehm ist und weil es natürlich irgendwann mit einem gewissen Alter auch merkt, das tut mir gut und dadurch geht es mir auch mit der Haut viel besser.
00:51:05: Bei ganz kleinen Kindern ist es oft auch ganz gut möglich, dass man vor allem exponierte Stellen wie Arme oder Beine einkrimpt, während das Kind schon schlaft.
00:51:13: Ganz vorsichtig, dass man es halt nicht wieder aufwegt, aber das funktioniert teilweise auch ganz gut.
00:51:17: und bezüglich Waschmittel, weil man es vorher schon kurz angesprochen hat.
00:51:20: haben, hätte ich auch noch einen Tipp, wenn man jetzt zum Beispiel in den Urlaub fährt, dass man wirklich die eigene Bettwäsche mitnimmt, auch wenn es relativ viel Platz im Koffer braucht und eventuell sogar auch Handtücher, damit man eben nicht mit diesem fremden Waschmittel in Berührung kommt.
00:51:33: Das sind alles so Sachen, die muss man ausprobieren, da kommt man mit der Zeit drauf.
00:51:37: Also ich fahre nie, niemals in den Urlaub ohne meine eigene Bettwäsche, auch nicht für eine Nacht.
00:51:43: Also ich nehme auch für eine Nacht meine eigene Bettwäsche mit, auch wenn es ein bisschen umständlich ist, aber es macht einfach fürs Wohlbefinden und für das Gesamtbild der Haut wirklich einen großen Unterschied, wenn man da bei seinen Sachen bleibt und weiß, okay, das vertrage ich sicher und das funktioniert für mich auch wie der psychische Komponente natürlich dabei, wenn man schon weiß, okay, jetzt komme ich da hin und ich habe das vielleicht vergessen, dann habe ich schon Angst, dass mir wirklich, dass das vielleicht wieder was auslösen könnte.
00:52:06: Genau.
00:52:07: Die psychische Komponente würde ich sowieso gerne noch einmal wirklich in den Vordergrund stellen.
00:52:11: Eben schon bei Kindern ein wichtiger Faktor im Kindergarten, in der Volksschule.
00:52:15: Extrem wird es dann in der Pubertät, wo man sowieso damit sich selbst schon hart hat, auch als Nicht-Neurotamitis-Patient äußerlich schon gewisse Komplexe und Probleme hat.
00:52:24: Wo man sowieso auf das Äußere so fixiert ist, dass man da als Elternteil, vielleicht auch wenn das jetzt einmal ein Lehrer hört oder wie auch immer Personen im Umfeld von Neurotamitis betroffenen, dass man das schon am Schirm einfach hat und da bisschen beobachtet, wie geht es der Person?
00:52:39: Kann man das irgendwie vielleicht abfangen?
00:52:41: Ja, das macht einfach ein bisschen unterstützt, dass gerade in der Zeit sind ja Kinder und Jugendliche dann soweit, dass sie sich viel selber informieren können, auch im Internet, dass man da vielleicht trotzdem ein bisschen ein Auge darauf hat, was wird da recherchiert, weil es gibt, wie gesagt, auch vieles im Internet, was ja nicht so stimmt, dass die richtige Informationen einfach konsumiert werden, weil das kann einem sehr, sehr gut helfen, dass man auch besser damit umgehen kann.
00:53:04: und somit wieder eben auch die zukünftigen Schübe ein bisschen verringert werden, weil man sich selbst den Stress einfach rausnehmen kann und merkt, okay, ich bin nicht die Einzige, es gibt mehrere.
00:53:14: Man kann damit leben, man findet irgendwann hoffentlich seinen Weg und es gibt verschiedene Therapien und man muss viel ausprobieren, aber es wird irgendwann soweit sein, dass ich für mich sagen kann, okay, es ist soweit gut eingestellt, ich kann gut damit leben, ohne dass es meinen Alltag wirklich wesentlich beeinträchtigt.
00:53:30: Ich weiß nicht, ob es das nach dieser Podcastfolge noch braucht, aber haupts vielleicht noch einen Buchtipp.
00:53:34: Ja, also ich hab in Vorbereitung auf den Podcast ein irgendein spannendes Buch gelesen und vor allem für Eltern mit Neurodermitis-Kindern ist es sicher sehr, sehr lesenswert und zwar das ist vom Doktor Med.
00:53:44: Andreas Weiler und das Buch heißt Neurodermitis Endlich im Griff.
00:53:48: Ich habe auch noch ein anderes Buch gelesen, das war von Frau Daniela Heim.
00:53:51: Das ist eine Medizinjournalistin und Mutter von einem Neurodermitis und ein bisschen ist einem allergiker Kind und das heißt total allergischner und.
00:53:59: Das Mutmacherbuch bei Neurodermitis Heuschnupfen Aston & Co.
00:54:02: ist jetzt weniger wissenschaftlich, aber es sind einfach sehr viele Alltagstipps von ihr drinnen, die man einfach sehr gut nachvollziehen kann, wenn man da selbst betroffen ist.
00:54:10: Und zum ersten Buch Neurodermitis endlich im Griff, vielleicht auch noch eine ganz kurze Inhaltsangabe.
00:54:16: Ja, also der Untertitel ist, wenn Kinderhaut juckt, brennt und Hilfe braucht, die besten Tipps vom Kinderhautarzt.
00:54:22: Also der ist wirklich ein Kinderhautfacharzt, was jetzt keine genaue Berufsbezeichnung ist, aber er ist wirklich sehr spezialisiert auf Neurotamitis und da habe ich wirklich sehr viel Informationen für den Podcast raus.
00:54:31: Also das ist wirklich die komplette Übersicht, was ist die Neurotamitis, was verursacht es, er hat auch Tipps aus der Praxis, Tipps aus der Seite vom Arzt, aber auch aus der Patientensicht.
00:54:40: Also das Buch kann ich wirklich uneingeschränkt jedem empfehlen, der Kinder mit Neurotamitis und das ist wirklich sehr... lesens wird.
00:54:46: Gut, ich hoffe, liebe Zuhörer, dass ihr durch diese Podcast-Folge betroffene mit Nora de Mietis besser versteht und wenn es euch selbst betrifft, vielleicht könnt ihr ja den einen oder anderen Tipp mitnehmen, der euren Alltag erleichtert.
00:54:58: Elisabeth und Stefanie, vielen Dank für eure Expertise.
00:55:02: Danke für die Einladung.
00:55:03: Abschließend bleibt nur zu sagen, hört auf euren Körper, sucht euch Unterstützung, wenn ihr sie braucht und bleibt vor allem geduldig mit euch selbst.
00:55:11: Es gibt, wie wir gehört haben, viele Wege, um mit Neurodomitis gut umgehen zu
00:55:19: können.
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